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FabCon 2026 in Barcelona: Was die Neuerungen in Power BI und Microsoft Fabric für den Mittelstand bedeuten

Autorenbild: SHB Business Solutions GmbH
SHB Business Solutions GmbH
13. Okt.
3 Min. Lesezeit

SHB Business Analytics Team, Angelika Holzner und Luca Weßner auf der Fabcon 2026 in Barcelona
SHB Business Analytics Team, Angelika Holzner und Luca Weßner auf der Fabcon 2026 in Barcelona


Auf der FabCon 2026 in Barcelona wurde deutlich: Microsoft entwickelt Power BI und Fabric weiter in Richtung einer gemeinsamen Plattform für Daten, Auswertungen und KI-Unterstützung. Für mittelständische Unternehmen geht es dabei weniger um einzelne technische Funktionen, sondern um eine praktische Frage: Wie lassen sich Unternehmensdaten schneller verstehen, besser nutzen und kontrollierter steuern?


1. Power BI wird stärker in den Arbeitsalltag integriert


Microsoft 365 Copilot kann künftig Power BI Berichte und Datenmodelle direkter einbeziehen. Mitarbeitende können Fragen in normaler Sprache stellen und erhalten Antworten auf Basis vorhandener Auswertungen, Kennzahlen und Berechtigungen.


Der Nutzen liegt darin, dass Informationen nicht mehr nur in Berichten gesucht werden müssen. Zahlen aus Power BI können mit dem Arbeitskontext aus Microsoft 365 zusammenkommen, zum Beispiel mit Besprechungen, Dokumenten oder E-Mails – sofern die jeweiligen Berechtigungen das zulassen.


Für Unternehmen bedeutet das: Unternehmenskennzahlen können noch leichter für Entscheidungen herangezogen werden. Gleichzeitig bleiben Datenschutz, Rollenmodelle und Zugriffsrechte ein zentraler Bestandteil der Lösung.



2. Flexible Kapazitäten: Rechenleistung gezielter einsetzen


Mit der angekündigten F0-Kapazität sollen bestimmte Aufgaben künftig stärker nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet werden können. Das kann besonders für Tests, zeitlich begrenzte Projekte oder Lastspitzen interessant sein.


Der Vorteil: Nicht jede Aufgabe muss dauerhaft auf einer großen Kapazität laufen. Unternehmen können Rechenleistung bewusster planen, Spitzen besser abfangen und Kosten transparenter zuordnen.



3. Gute Datenmodelle werden zur Grundlage für verlässliche KI-Antworten


Damit Copilot sinnvolle Antworten liefern kann, müssen die zugrunde liegenden Daten verständlich beschrieben und fachlich sauber aufgebaut sein. Es reicht nicht, Daten technisch bereitzustellen. Die Kennzahlen, Begriffe und Zusammenhänge müssen auch für die KI eindeutig sein.


Für Geschäftsführung und Finanzbereich ist das besonders wichtig: Wenn Fragen zu Umsatz, Marge, Liquidität oder Projektstatus gestellt werden, müssen die Antworten auf denselben Definitionen beruhen wie das offizielle Reporting.


  • zentrale Kennzahlen klar definieren

  • fachliche Begriffe einheitlich verwenden

  • nicht benötigte technische Details ausblenden

  • verlässliche Antworten für häufige Geschäftsfragen vorbereiten



4. Mehr Kontrolle: Wer darf KI auf Unternehmensdaten anwenden?


Neu ist eine zusätzliche Möglichkeit, den Zugriff auf Datenmodelle gezielter zu steuern. Verantwortliche können festlegen, ob Anwender vorhandene Modelle auch über Copilot oder andere KI-Werkzeuge nutzen dürfen.


Das ist wichtig für sensible Daten, zum Beispiel in Finanzen, Personal, Vertrieb oder Geschäftsleitung. Unternehmen können KI-Funktionen schrittweise einführen und klar regeln, welche Daten dafür freigegeben sind.



5. Dataflow Gen2: zentrale Datenhaltung mit vielen Vorteilen


Der große Vorteil von Dataflows liegt darin, dass Daten zentral in Fabric vorbereitet und gespeichert werden können. Dadurch müssen dieselben Daten nicht mehrfach aufgebaut oder in verschiedenen Berichten separat gepflegt werden. Das schafft eine einheitlichere Datenbasis und verbessert zugleich die Ladeperformance.


Praktisch bedeutet das: Die Aufbereitung und Bereitstellung von Daten wird zentraler, schneller und leichter wiederverwendbar. Mit dem Dataflow Gen2 stehen Ergebnisse nicht nur für Power BI Berichte zur Verfügung, sondern zum Beispiel auch für Excel-Auswertungen oder weitere Anwendungen im Unternehmen. Außerdem wurde die Performance massiv verbessert, um Ladezeiten zu verringern.




6. Kosten und Leistung besser im Blick behalten


Je flexibler die Nutzung von Fabric wird, desto wichtiger wird ein aktiver Blick auf Kosten, Auslastung und Verantwortlichkeiten. Entscheidend ist nicht nur, ob genügend Leistung vorhanden ist, sondern wer sie wann wofür nutzt.


Für die Planung helfen vier einfache Fragen:


  • Wann entstehen planbare Lastspitzen?

  • Welche Aufgaben müssen sofort laufen und welche können zeitlich verschoben werden?

  • Welche Umgebung passt zu produktiven Berichten, Tests und kurzfristigen Projekten?

  • Wer überwacht Kosten, Grenzwerte und Verantwortlichkeiten?


So wird aus technischer Überwachung ein Steuerungsinstrument für Kosten, Stabilität und verlässliche Entscheidungen.


Fazit: Mehr Nutzen aus vorhandenen Daten – aber nur mit klarer Struktur


Die FabCon 2026 zeigt: Power BI und Microsoft Fabric entwickeln sich weiter in Richtung einfacher nutzbarer Datenplattformen für den Unternehmensalltag. Der größte Mehrwert entsteht aber nicht automatisch durch neue Funktionen. Entscheidend sind klare Datenstrukturen, verständliche Kennzahlen, geregelte Zugriffe und ein bewusster Blick auf Kosten und Nutzen.


Möchten Sie Power BI, Copilot und Microsoft Fabric nutzen, ohne Ihre Reporting-Landschaft unnötig komplex zu machen?


Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Datenmodelle, Berichte und Prozesse so weiterzuentwickeln, dass sie verständlich, steuerbar und praxistauglich bleiben – vom ersten Einsatz von Copilot bis zur passenden Fabric-Architektur für Ihr Unternehmen.


Wir sind für Sie da: info@shb-bs.com



 
 
 

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